Eisige Tradition: Neujahrsschwimmen in Ostfriesland zwischen Mut und Absagen

Admin User
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Eine Person schwimmt in einem Gewässer.

Schwimmer trotzen eiskaltem Weserwasser - Eisige Tradition: Neujahrsschwimmen in Ostfriesland zwischen Mut und Absagen

Neujahrsschwimmen in Ostfriesland – zwischen Rekordversuchen und Absagen

In ganz Ostfriesland fanden am Neujahrstag traditionelle Schwimmveranstaltungen statt, doch einige mussten wegen extremer Wetterbedingungen abgesagt werden. Auf der Insel Wangerooge bereiteten die Organisatoren einen Rekordversuch vor, während in Weyhe trotz eisiger Temperaturen eine langjährige Tradition fortgeführt wurde. Nicht alle Standorte konnten wie geplant durchstarten – an einem Ort musste die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen komplett abgesagt werden.

In Weyhe wagten sich 25 mutige Schwimmer bei nur 4,5 Grad Wassertemperatur in die Weser – beim 49. jährlichen Neujahrsschwimmen. Die vom örtlichen Feuerwehrverein und der DLRG organisierte Aktion führte die Teilnehmer über eine 4,5 Kilometer lange Strecke. Begleitet wurden sie von Rettungsbooten mit Einsatzkräften, denn starke Strömungen und Eisschollen machten die Bedingungen gefährlich. Mehrere Schwimmer mussten vorzeitig aus dem Wasser gezogen werden.

Unterdessen sollte das traditionelle Neujahrsbad auf Wangerooge die Teilnehmerzahl des Vorjahres übertreffen – damals waren es 295 Menschen gewesen, darunter auch ein Hund. Doch das Schwimmen in Norden fiel aus, nachdem der Wetterdienst mit gefährlichen Windböen gerechnet hatte. Der Heideschwimmverein Weyhe (HSV) veranstaltet das Weyher Neujahrsschwimmen seit 1975 und legt größten Wert auf strenge Sicherheitsvorkehrungen. Trotz der Kälte zieht die Tradition jedes Jahr begeisterte Teilnehmer an.

Die Neujahrsschwimmen zeigten sowohl Entschlossenheit als auch Vorsicht. Während in Weyhe die Veranstaltung mit bereitstehenden Rettungskräften stattfand, machte die Absage in Norden deutlich, wie unberechenbares Wetter selbst langjährige Bräuche durcheinanderbringen kann. Die Organisatoren werden nun die Sicherheitsmaßnahmen überprüfen, bevor es im nächsten Jahr wieder heißt: „Ab ins kalte Wasser!“