Italienische Firmen setzen trotz Energieproblemen auf Mexiko als US-Exportdrehscheibe
Amelie KrügerItalienische Firmen setzen trotz Energieproblemen auf Mexiko als US-Exportdrehscheibe
Europäische Unternehmen, darunter auch italienische, melden aktuell Herausforderungen bei der Energieversorgung im Norden Mexikos. Gleichzeitig sorgen komplizierte Verfahren des mexikanischen Steuerverwaltungsdienstes Servicio de Administración Tributaria für Verunsicherung unter den Investoren. Im Jahr 2025 erreichten die italienischen Investitionen in Mexiko ein Volumen von 204 Millionen US-Dollar. Einer der größten Akteure ist Pirelli, das 90 Prozent seiner in Mexiko produzierten Reifen in die USA exportiert. Italienische Unternehmen nutzen das Land zunehmend als zentralen Exportstandort für den nordamerikanischen Markt.
Im Mai 2025 wurde das modernisierte EU-Mexiko-Globalabkommen unterzeichnet. Dieses Abkommen zielt darauf ab, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Mexiko zu stärken, indem es Zollvergünstigungen ausweitet und den Handel weiter ausbaut. Trotz der rechtlichen und operativen Bedenken vor Ort wachsen die italienischen Investitionen weiterhin, angetrieben durch den Zugang zum US-Markt. Trotz der aktuellen Probleme bleibt Italiens Botschafter Alessandro Modiano zuversichtlich bezüglich der Kontinuität des USMCA. Das neue Handelsabkommen zwischen der EU und Mexiko könnte langfristig die Rahmenbedingungen für europäische Unternehmen verbessern und die wirtschaftliche Zusammenarbeit vertiefen.
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