Leerstehendes Berliner Bürogebäude wird zu 300 Mikroapartments umfunktioniert

Admin User
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Ein Gebäude mit Graffiti auf der rechten Seite, ein Signalmast und ein Pfahl im Vordergrund.

Leerstehendes Berliner Bürogebäude wird zu 300 Mikroapartments umfunktioniert

Bürokomplex in Berlin-Kreuzberg soll zu Wohnraum umfunktioniert werden

Ein großes Bürogebäude in Berlin, genauer gesagt in Berlin-Kreuzberg, steht vor der Umwandlung in ein Wohnprojekt. Die Immobiliengesellschaft PGIM Real Estate plant, die leer stehenden Gebäude des Markgrafenparks in über 300 Mikroapartments umzubauen. Das Vorhaben richtet sich vor allem an Studierende, junge Berufstätige und Singles – ein Modell, das bei Erfolg auch in anderen deutschen Städten Schule machen könnte.

Der Markgrafenpark-Komplex erstreckt sich über rund 14.000 Quadratmeter und wurde zwischen 2000 und 2009 errichtet. Entworfen von Architekten wie Arthur Honegger vom Büro Eckert + Honegger, steht das Gelände heute größtenteils leer. PGIM möchte daraus ein Studentenwohnheim mit bis zu 435 Apartments, Gemeinschaftsräumen, Lernbereichen und einem Fitnessstudio machen.

Doch die Umnutzung birgt Herausforderungen: Von Brandschutzauflagen bis hin zu energetischen Sanierungsvorgaben müssen zahlreiche Anforderungen erfüllt werden. Auch die technische Anpassung der Bäder und Küchen an moderne Standards steht an. Da das Grundstück in einem Mischgebiet liegt, prüft der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg derzeit den Antrag auf Nutzungsänderung. Die genauen Mietpreise sind noch nicht bekannt, doch sie dürften im oberen Marktsegment liegen. PGIM betrachtet das Projekt als Pilotvorhaben – bei Erfolg sollen ähnliche Konzepte in anderen Städten folgen. Daten von BNP Paribas und der Berliner Morgenpost bestätigen die wachsende Nachfrage nach kompaktem Wohnraum.

Die Umgestaltung des Markgrafenparks könnte einen Präzedenzfall für Büro-zu-Wohnraum-Konversionen in Berlin schaffen. Wird das Vorhaben genehmigt, entstehen Hunderte neuer Mikroapartments – ein wichtiger Beitrag zur Entspannung des Wohnungsmarktes. Das Ergebnis könnte künftige Projekte von PGIM und anderen Investoren in diesem Bereich maßgeblich beeinflussen.