Skisprung-Skandal: Österreichs Fettner im Visier norwegischer Medienvorwürfe

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Personen in Pullovern fahren mit einer Seilbahn Ski auf Eis, mit Bergen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

"Kein guter Weg": Geiger spricht über Betrugsvorwürfe - Skisprung-Skandal: Österreichs Fettner im Visier norwegischer Medienvorwürfe

Neuer Streit im Skispringen: Nach dem Vorwurf norwegischer Medien, der österreichische Athlet Manuel Fettner habe illegale Bindungen verwendet, ist die Debatte um den Globetrotter 2025 erneut entfacht. Die Anschuldigungen kamen während des Vierschanzentourniers Ende Dezember 2025 auf – weniger als ein Jahr nach dem eigenen Skianzug-Skandal Norwegens. Der Internationale Skiverband (FIS) wies die Vorwürfe umgehend als haltlos zurück.

Die norwegische Zeitung Dagbladet hatte zwischen dem ersten und zweiten Durchgang des Wettbewerbs die Rechtmäßigkeit von Fettners Bindungen infrage gestellt. Der FIS reagierte am 31. Dezember 2025 mit der Bestätigung, dass die Ausrüstung seit fast einem Jahrzehnt zugelassen sei. Fettner selbst bestritt jede Regelwidrigkeit und betonte, er wisse, dass seine Ausrüstung vollkommen konform sei.

Die Vorwürfe lösten Reaktionen bei anderen Springern aus. Der deutsche Athlet Karl Geiger kritisierte die Anschuldigungen als ungerecht – besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Regelverstöße Norwegens. Philipp Raimund, ein weiterer führender deutscher Springer, bezeichnete die Vorwürfe als psychologische Taktik ohne jede Grundlage. Der aktuelle Streit folgt auf die Strafe, die Norwegen 2024 für den Einsatz nicht regelkonformer Skianzüge erhielt. Die wiederholte Kritik skandinavischer Medien hat in der Szene Frust ausgelöst: Sportler und Funktionäre hinterfragen Zeitpunkt und Motive der Vorwürfe.

Da der FIS die Anschuldigungen umgehend zurückwies, wird Fettner keine Sanktionen drohen. Dennoch hat die Affäre die Spannungen im Sport erneut angeheizt – insbesondere zwischen norwegischen Medien und konkurrierenden Teams. Mit dem Abschluss des Vierschanzentourniers rückt nun die Frage in den Fokus, ob es vor dem nächsten Großereignis zu weiteren Konflikten kommen wird.