Apotheker protestiert gegen GKV-Überschuss: "Schlag ins Gesicht für den Berufsstand"
Apotheker protestiert gegen GKV-Überschuss: "Schlag ins Gesicht für den Berufsstand"
Ein Apotheker in Deutschland hat die Regierung scharf kritisiert, nachdem die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für das Jahr 2022 einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro gemeldet hatte. Frank-Martin Welzig, Inhaber einer lokalen Apotheke, wandte sich direkt an Gesundheitsministerin Nina Warken, um seine Verärgerung über die finanzielle Belastung der Apotheken zum Ausdruck zu bringen. Seiner Ansicht nach wurde der Überschuss auf Kosten der harten Arbeit und zusätzlichen Ausgaben der Apotheker erwirtschaftet.
In seinem Schreiben thematisiert Welzig das langjährige Problem der Apothekenvergütung – der festen Gebühr, die Apotheken pro Medikamentenpackung erhalten. Diese Gebühr ist seit Anfang 2026 bei 8,35 Euro eingefroren, obwohl ursprünglich eine Erhöhung auf 9,50 Euro geplant war. Die Anpassung wurde aufgrund von Haushaltsengpässen der GKV verschoben, obwohl sich Vertreter der Länder im Bundesrat für eine Anpassung ausgesprochen hatten. In den letzten fünf Jahren gab es keine nennenswerten Änderungen der Vergütung, sodass Apotheker weiterhin ohne finanzielle Entlastung auskommen müssen.
Der Deutsche Apothekerverband, der bundesweite Berufsverband der Apotheker, setzt sich für jährliche Verhandlungen mit der GKV ein, um eine faire Anpassung der Gebühren zu erreichen. Die GKV lehnt jedoch pauschale Erhöhungen ab. Stattdessen favorisiert sie ein gestuftes System, das für Apotheken mit hohem Umsatz sogar zu Kürzungen führen könnte – eine zusätzliche Belastung für ohnehin schon kämpfende Betriebe.
Welzig bezeichnete den aktuellen Entwurf des Apothekenreformgesetzes, der die feste Vergütung unverändert lässt, als 'Schlag ins Gesicht' für den gesamten Berufsstand. In seinem Brief argumentiert er, dass nicht die Krankenkassen, sondern die Apotheken durch die Durchsetzung von Rabattverträgen mit Arzneimittelherstellern den Überschuss der GKV ermöglicht hätten. Diese Verträge zwingen die Apotheken, zusätzliche Arbeitsbelastungen zu tragen, während sie gleichzeitig mit verärgerten Patienten konfrontiert sind, die mit Verzögerungen oder höheren Zuzahlungen kämpfen müssen.
Der Streit lässt die Apotheken in einer schwierigen Lage zurück: Sie müssen steigende Betriebskosten stemmen, während die staatlichen Vergütungen stagnieren. Ohne unmittelbare Änderungen am festen Vergütungssystem sehen viele – wie Welzig – keine Besserung in Sicht. Das Gesundheitsministerium hat sich bisher nicht öffentlich zu seinen Bedenken geäußert.
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