Präsenzapotheken in Hessen kämpfen um Überleben gegen Online-Konkurrenz und unfaire Regeln
Präsenzapotheken in Hessen kämpfen um Überleben gegen Online-Konkurrenz und unfaire Regeln
Führende Vertreter des Gesundheitswesens trafen sich in Langgöns bei Gießen, um über die wachsenden Belastungen für örtliche Apotheken zu beraten. Die Staatssekretärin Dr. Sonja Optendrenk aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und Dr. Michael Kuck, Vorstandsvorsitzender des Pharma-Großhändlers Noweda, diskutierten über finanzielle Notlagen und unfaire Wettbewerbsbedingungen in der Branche. Ihre Gespräche machten deutlich, wie dringend Reformen nötig sind, um die Existenz von Präsenzapotheken zu sichern und eine zuverlässige Patientenversorgung zu gewährleisten.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand die wirtschaftliche Schieflage der Apotheken, wobei Dr. Optendrenk warnte, dass die aktuellen Vergütungsregelungen den steigenden Kosten nicht gerecht werden. Sie betonte, dass eine stabile Vergütung entscheidend sei, um die Apotheken vor Ort – besonders in ländlichen Regionen, wo sie oft erste Anlaufstelle für medizinische Beratung sind – offenhalten zu können. Ohne faire Entlohnung drohe das gesamte Gesundheitsnetzwerk an Stabilität zu verlieren, so Optendrenk.
Dr. Kuck unterstützte diese Einschätzung und forderte höhere Festbeträge, um die finanzielle Basis der Apotheken zu stärken. Gleichzeitig kritisierte er die ungleichen Rahmenbedingungen, unter denen stationäre Apotheken und Großhändler im Vergleich zu Versandapotheken und Drogeriemärkten agieren müssen. Seit dem Inkrafttreten des Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) im Jahr 2020 habe der Marktanteil industrieller Versandapotheken von etwa 5 auf über 15 Prozent zugelegt – mit jährlichen Wachstumsraten von 20 bis 30 Prozent. Zwar hätten diese Anbieter ihre Lieferstandards verbessert, etwa durch temperaturgeführte Transporte, doch Patienten in ländlichen Gebieten müssten weiterhin mit Lieferzeiten von ein bis zwei Tagen rechnen, während sie in Filialapotheken Medikamente sofort erhalten.
Beide Gesprächspartner lehnten Modelle wie die "Apotheke ohne Apotheker" ab, die von der hessischen Landesregierung unterstützt werden. Solche Konzepte würden kleine, lokal verankerte Apotheken weiter benachteiligen, die eine zentrale Rolle bei der Arzneimittelsicherheit und Patientenberatung spielen, argumentierten sie.
Die Diskussionen unterstrichen die Notwendigkeit politischer Kurskorrekturen, um faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Präsenzapotheken und größeren Konkurrenten herzustellen. Ohne Anpassungen bei Vergütung und Regulierung drohe der Rückgang der Vor-Ort-Apotheken die Arzneimittelversorgung zu verschlechtern und die Gesundheitsversorgung in unterversorgten Regionen zu schwächen, warnten die Verantwortlichen. Hessens Reformbestrebungen spiegeln dabei eine bundesweite Sorge der Länder wider, die auf den Erhalt des flächendeckenden Apothekennetzes drängen.
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